Pressestimmen zu „Radio Jazz“:

Audio 4/2008, Peter Steder, KLANGTIP!
Der Titel soll sagen: Musik wie diese würde Saxofonist Olaf Schönborn gern öfter im Radio hören: Jazz, den Fans goutieren und die übrigen Hörer nicht abschalten. Die zwölf Stücke plus ein Remix sind raffiniert und doch eingängig, melodiös, aber auch rhythmisch interessant. Latin-Touch diverser Schattierungen dominiert. Die Kombination mit akustischer Gitarre, Bass und Percussion statt Drums ermöglicht stets Transparenz, der sehr ausgewogene Sound macht diese CD zum audiophilen Genuss.

Stereo, 05/2008
Irgendwo zwischen Tradition und neuem Chic angesiedelt, herrscht Inflation im Reich der Söhne des hoch sensiblen Stan Getz und des genialischen Michael Brecker. Der Mannheimer Saxofonist Olaf Schönborn hat in solchem Kontext mit seiner Band Q4 eine der bemerkenswertesten Platten der letzten Monate aufgenommen. "Radio Jazz", das ist eine knappe Stunde Kurzweil. Das zu hören macht Spaß, immer und immer wieder. Die Sounds tragen und entfalten sich, sind modern und transparent, haben eingängige Leichtigkeit und beiläufige Disziplin. Diese Musik scheint gänzlich unangestrengt gewachsen zu sein, ist perfekt für den Club, für lange Autobahnfahrten oder die Stunde am Abend, wenn der Tag abfällt. Eigentlich passt sie zu jeder Gelegenheit, ja, sie hat das Zeug zu einer potentiellen Lieblingsplatte. Voller kleiner Details, die sich zu einem luftigen Großen summieren für den Hörer, manchmal auch über die Grenzen des Jazzgefängnisses hinaus. Insofern ist das ein unaufdringliches Toleranzprogramm für Vorurteilslose, die auch einmal bereit sind, über die Genregrenze Pop in Richtung Jazz zu schielen. Das funktioniert, weil es nicht Moden bedienen will, sondern in Jahren stetiger professioneller Arbeit aller Beteiligten gewachsen ist. Hier verliert sich keiner im selbstdarstellerischen Muskelspiel des blendenden Solisten. Diese Musik riecht nicht nach Schweiß, Sie ist elegant, aber nicht banal.

Jazzzeit, (Österreich) April 2008
5 Punkte (von 5) = "excellent"
Radio ist ein Medium, dem man nicht genau zuhört. Jazz ist nur bedingt radiofähig. Schlussfolgerung: "Radio Jazz" ist entweder ein laxer Kompromiss oder ein Etikettenschwindel. Falsch! Der Diagnose von Olaf Schönborn widerspricht sein Konzeptalbum insofern, als seine Songs, wie jede gute Musik, Oberflächenwirkung und Tiefenstaffelung haben. Also, Leute, hört "Radio Jazz" da wird die Kunst der Untertreibung gepflegt.

Jazzpodium, April 2008
...wir reden von Authentizität und von der Energie des ganz eigenen musikalischen Ausdrucks. Denn genau in diese Kategorie fällt das Debüt von Olaf Schönborns wunderbar besetztem Quartett Q4 mit Tilman Bruno (Percussion), Martin Simon (Bass) und Daniel Stelter (Gitarre). Der Sound dieser Platte ist ungemein süffig... Die Organisation der Instrumente ist ungemein luftig, zwischen ihnen ist viel Raum und damit die Chance für jeden Ton, sich zu entwickeln und zu entfalten. Keine aberwitzigen, fragmentarischen Kaskaden, die die Idee vernebeln, sondern reiner Klang mit dem Mut zu Schönheit, auch da, wo diese Gefahr läuft, allzu eingängig zu werden. Die Solos sind entspannt und doch voller Energie, ihr Ton klar formuliert und ihr Ziel erkennbar und, mehr noch, unmittelbar sinnlich erfahrbar.

Concerto (AUT), 2/2008
Musik, wie man sie gerne im Radio hören würde. Es swingt, es groovt, es zuckt und zittert im Knie, es wippt und schnippt bei dieser Mucke. Saxofonist Schönborns erste CD als Leader ist kein Lehrlings- sondern ein Meisterstück. Gut, die Zeit war reif. Sein Name schmückt so manche CD aus den verschiedensten Jazz-Lagern. Schönborn ist Brückenbauer, ein Mittler zwischen den Stilen. Musikkosmopolit. Interessant auch die Zusammenstellung seines Quartettes: Saxofon, Bass, Gitarre und Percussion. Ein Quartett ohne Klavier, wie erfrischend. Dem Radiofan Olaf Schönborn ist jedes Stilmittel recht, seinen Groove und seine Energie zu transportieren. Spannend das alles und frisch. Musik, wie man sie eben gerne im Radio hören würde.

cd-Tip auf 3sat.de: (Rubrik: Jazzduelle)
Der Saxophonist Olaf Schönborn verbreitet mit "Radio Jazz" entspannte Atmosphäre. Mit Perkussion (Tilman Bruno) und akustischer Gitarre (Daniel Stelter) sowie Martin Simon am Bass entfaltet "Q4" eine entspannte, aber dennoch nicht spannungsarme Atmosphäre. Ist zwar leicht, macht aber trotzdem Spaß.

Jazzthing, April 2008
So ist beispielsweise Pat Metheny eine wichtige Inspirationsquelle. Seine süffigen Melodien kopieren Schönborn und seine Musiker aber nicht, sondern sie reduzieren Metheny´s Ästhetik auf das Wesentliche.

jazzpages.de, Klaus Mümpfer
Der in Mannheim lebende Saxophonist Olaf Schönborn hat den Spagat gewagt und gemeistert. "Radio Jazz" nennt er seine Debut-CD mit Musik, die nach seinen eigenen Worten "im ganz normalen Radioprogramm auch im Hintergrund laufen kann, ohne dass Nicht-Jazz-Fans abschalten, die aber so interessant ist, dass auch Jazzhörer ihr etwas abgewinnen können". Dass Schönborn im Opener "Radioblabla" gesprochene Textcollagen verwendet, ist zwar ein durch den Titel gerechtfertigter Gag, wäre musikalisch nicht notwendig, schadet aber auch nicht. Ansonsten fließt die Musik, lädt zum Relaxen ein, ist mit ihren vielschichtigen Latin-Rhythmen spannend, ohne zu komplex zu werden. Tilman Bruno trägt als Percussionist einen wesentlichen Teil zu der Leichtigkeit bei, die durch den singenden Ton und die melodischen Linien des Saxophons unterstrichen wird. Perlende Soli und sensible Begleitung zeichnen den Gitarristen Daniel Stelter aus, für das harmonische Fundament sorgt außerdem Bassist Martin Simon. Eine kleine Preziose ist in diesem Sinn "Mein kleiner Antoine", mit einer ruhigen balladesken Einleitung auf Saxophon und Gitarre, je einem kurzen, kraftvollen und erdigen Solo des Gitarristen und des Bassisten sowie dem ostinaten Gitarrenspiel, das nach und nach schwebend verweht. Die Gleichzeitigkeit von Ruhe und Energie zeichnet das Spiel des Saxophonisten und des Quartetts aus, das vor Tradition und Wohlklang nicht zurückschreckt, sich aber auch nicht in Nostalgie verstrickt. In der Tat eine ausgesprochen schöne Musik, bei der Zuhörer ohne Gefahr, sich zu langweilen, entspannen kann.

Jazzthetik, April 2008
Der in Mannheim lebende Saxophonist Olaf Schönborn war die letzten Jahre eher als Sideman in Erscheinung getreten. Nun setzt er mit dem Album „Radio Jazz“ Akzente und hat sich sogleich eine Working Band zusammengestellt, die in der nächsten Zukunft gemeinsam einiges zu stemmen gedenkt. Die Musik Olaf Schönborns, der in einer Zeit aufwuchs, als man im Radio tatsächlich neue musikalische Entdeckungen machte, biedert sich jedoch nicht an, sondern überzeugt mit hohem lyrischen Faktor.

Groove FM: CD-Tipp des Monats
Eine Platte, die praktisch wie für uns gemacht ist! Olaf Schönborn präsentiert mit seinem neuen Album "Radio Jazz" eine Mischung, die jeden vergessen lässt, dass es sich bei Jazz nur um verkopfte Musik handelt. Er präsentiert eine Scheibe voller ausgesuchter Musik, die jeden Nicht-Jazzfan ins Stocken geraten lässt. Denn es handelt sich um Jazz, ist aber immer noch eingängig und groovy. Und unseren Hörern kann ich nur sagen: Liebe Hörer, kauft Euch diese Platte, denn besseren Radio Jazz gibt es nicht auf einem Tonträger!

Radio DRS 2 (Schweiz): CD Tip
Wenn einer seine CD «Radio Jazz» tauft, hat er natürlich nicht den Anspruch, schockierende oder ausgefallene Musik zu präsentieren: Eine gewisse Gefälligkeit ist da schon mitgemeint. Beim deutschen Saxophonisten Olaf Schönborn aber treffen schöne Songs auf eine luftige Rhythmus-Gruppe mit Perkussion, Gitarre und Bass. Das Ergebnis ist Musik wie ein gespritzter Weisser: Leicht, angenehm perlend und fruchtig.

Meier, Stadtmagazin Mannheim/Heidelberg
Eingängige und entspannte Klänge, die zugleich auch noch mit Tiefgang grooven – es klingt fast wie die Quadratur des Kreises, wenn Olaf Schönborn sein aktuelles Projekt Q4 beschreibt. Waren das noch Zeiten, als man im Radio noch vor Mitternacht Entdeckungen machte. Insofern ist „Radio Jazz“ ist gleichzeitig Erinnerung an bessere Zeiten und der Traum von einem anderen, spannenden Radio. „Radio Jazz“ ist eine runde Sache und multifunktional rund um die Uhr einsetzbar: Der Plan von Q4 ist aufgegangen.

Inka, Stadtmagazin Karlsruhe
„Radio Jazz“, und der Name ist Programm: Relaxter, grooviger Jazz voller eingängiger Melodien, der auch viele Nicht-Jazzer ansprechen dürfte, wenn, ja wenn er denn mal im Radio gespielt werden würde! Bei aller Zugänglichkeit ist die Musik stets packend und weit entfernt von beliebiger Dudelei. Q4 liefern ein sehr gelungenes Album ab, das sich hinter einschlägigen Referenzgrößen wie Pat Metheny oder Spyro Gyra nicht zu verstecken braucht.

Stadtmagazin Dresden, Sax
Bevor er dann zehn wunderschöne Jazzkompositionen auflegt, die der Saxofonist gemeinsam mit dem Gitarristen Daniel Stelter, dem Bassisten Martin Simon und dem Percussionisten Tilman Bruno in diesem Frühjahr bei JAZZ’nARTS Records aufgenommen hat. Dabei ist für alle was, die guten Jazz hören möchten. Wer es lateinamerikanisch mag, der kann sich bei „In A Bossa Mood“ oder „Concrete Samba“ in Stimmung bringen, wer eher sanften elegischen Jazz möchte, der solle sich „Mendoza Morning“ oder „When Love Breaks Down“ anhören. Eine weitere sonore Radio(wetter)meldung unterbricht den Fluss der Musik, die leitet dann über zu Songs wie „April Showers“ und „Sonne im Mai“. „Radio Jazz“ ist eine in jeder Beziehung wundervoll entspannende Scheibe. Für den, der den Jazz und das Radio gleichermaßen mag.

Reutlinger Generalanzeiger
Gemeinsam mit seiner Band Q4 hat Olaf Schönborn nun eine CD vorgelegt, die nichts mit Smooth-Jazz-Einheitsware zu tun hat – voller ideenreicher, subtil arrangierter und melodischer Kompositionen.

Stadtmagazin Göttingen
4 Sterne (von 5)
Lang erwartet ist sie nun endlich da: Olaf Schönborns Radio Jazz CD. Wie es klingt? Es handelt sich nicht um herkömmlichen Jazz, es poppt melodisch und rhythmisch lateinamerikanisch. Ist das eigentlich noch Jazz? Hauptsache es klingt gut!

Edelhagen.de
Jeder Ton ist voller Energie und Gefühlen, welches gerade bei den Balladen zu hören ist. Erinnert wird der Hörer an die Zeit in der Jazz noch zum täglichen Hörgenuß im Hörfunk zählte. Humorige Titel wie "April Shower" oder "Sonne im Mai" zählen zu Titeln die radiotauglich sind und ideenreich arrangiert mit Latin und südamerikanischem Feeling unterlegt sind. Ein sehr gelungenes Album welches nicht kurzweilig wirkt und ins Ohr geht. Groove-orientierte Musik mit der Richtung Pop u. akustischen Spielereien, an denen man Freude hat. Die Band verzichtet auf einen Drummer was dem Album eine besondere Note gibt.

Soultrainonline.de
Ich selbst kenne Schönborns Musik lange, und war sofort positiv angetan vom Album. Denn was Schönborn uns auf „Radio Jazz“ präsentiert, bewegt sich sicher außerhalb der so typischen, deutschen Jazzpfade, die oft angestrengt und kopflastig wirken. Im weitesten Sinne könnte man die 14 sommerlich anmutenden Songs der CD sogar als Smooth Jazz bezeichnen, obwohl das nicht ganz den Kern der Sache beschreibt. Soulgefühl passt da vielleicht eher. Jedenfalls ist es endlich mal Jazz aus deutschen Landen, der über den Bauch und das Herz funktioniert. Und nicht nur über den Kopf. “Sonne im Mai“ klingt genau so, wie es der Titel verspricht, während “For Pat“, eine Hommage an Pat Metheny, die überwiegend von Olaf Schönborn selbst geschriebene Songpalette eröffnet. Das Album endet mit dem, aus SOUL TRAIN-Warte, besten Track des Albums – dem Addictz Remix von “Im Zug“, der richtig groovy durchdrückt und dem Album noch einmal einen Nachdruck mit auf den Weg gibt, der lange Nachschwingt.
Obendrein ist, wie bei allen Veröffentlichungen aus dem Hause Schönborn, das äußere vorbildlich und sehr elegant, hochwertig, gestaltet. Das Booklet versorgt uns mit einer netten Fotoserie sowie mit Schönborns Gedanken zu jedem einzelnen Lied.
So kann Jazz bleiben, Im Bauch, im Herz, in den Beinen. Und immer auch in der Seele. Soul-Jazz sozusagen.

Radio Dreyeckland
Die CD ist sehr gut gemacht. Das ist ja auch der Anspruch des Labels. Zuerst dachte ich ob da Kaufhausberieselung kommt? Denkste, raffiniert komponierter Jazz mit Ohrwurmcharakter.

Mannheimer Morgen, 13.03.2008
Liedhafte Kompositionen, entschlackte Harmonien und melodische, nachvollziehbare Improvisationen prägen den Sound der CD, die von Latin-Rhythmen und posongartigen Stücken geprägt ist. Durch dezente Sound-Verschleifungen, bluesgetränkte Tonbeugungen und sinnliche Phrasierung lädt er seine Soli emotional auf. Und steht damit in bester Jazztradition, erinnert an die melodischen Improvisationen von Johnny Hodges über Wes Montgomery bis zum späten Miles Davis. Als Glücksgriff erweist sich Daniel Stelter: Er sorgt an der Akustikgitarre für überraschende Slide-Effekte, Folk- und Flamenco-Anklänge.

Wetzlarer Zeitung 05.03.2008
CD einlegen, Lautstärke wählen und von angenehmer Musik umgeben sein. So einfach gelingt das, wenn es sich um „Radio Jazz“ handelt, das neue Album des Mannheimers Olaf Schönborn. Die Arrangements verleihen den Tracks den nötigen Drive und Glanz, ohne auf vordergründige Effekte zu setzen. Schönborn gelingt die Gratwanderung, sowohl erfahrene Jazz-Hörer als auch Neulinge anzusprechen. Alles in allem macht „Radio Jazz“ Spaß, hat das Zeug zu Ohrwürmern und gefällt auch noch nach dem x-ten Mal des Hörens.

Pavillon März 2008
An diesem Album wird man auch längere Zeit Freude haben.

Morgen Magazin (12.03.2008)
Melodien-Zauber
Schönborn interpretiert die Stücke mit der ihm eigenen Expressivität und Beseeltheit und schafft so einen gelungen Gratwanderung zwischen Kommerzialität und Kunstanspruch. In seiner Band brilliert der Gitarrist Daniel Stelter mit ungewöhnlichen Blues- und Bossa-Akzenten.
Hörenswert!

Wildner Music News März 2008 (Österreich)
Olaf Schönborn der Jack Johnson des Jazz? Keine Sorge, Herr Schönborn tappt nicht in den Sound-schwülstigen Fußstapfen von Instrumentenkollege Kenny G. Vielmehr schafft er es, seine Vorstellung von melodisch eingängigem Jazz in einem Zuhörvergnügen und qualitativen Anspruch verschmelzenden Approach auf einem Spaß machenden Akustik-Terrain zu präsentieren. Dort wird dann nach der Pfeife des Chefs ausführlich improvisatorisch getanzt. Als Trademark und Albumtitel für seine sympathisch unaufgeregte Genussmusik verwendet Leader Schönborn den Begriff "Radio Jazz", und meint damit, dass er solche Musik gerne im Radio hören würde. Dem schließen wir uns uneingeschränkt an. Anspieltipps:
- Happy Samba Tanzen mit "Sonne im Mai"
- Tagträumen mit "Mein kleiner Antoine"
- Geliebte durch den Sonntag Nachmittag chauffieren natürlich mit dem Radio Edit von "For Pat"
- Gegroovt wird auf "Im Zug"
Wenn´s mit Schönborns wendigem Sax doch nicht so im lokalen Formatradio klappen sollte, kein Problem - dann ab ins Konzert.

suite101.de
Resümee
Olaf Schönborns Debütalbum beinhaltet radiotaugliche Songs, die vom Hörer ausschließlich verlangen, sich zurückzulehnen, die Musik zu genießen und zu entspannen. Mit deutlichen Latin-Anleihen erinnern die zwölf Tracks an einen relaxten Sonntagnachmittag, an dem die Stadt stillsteht und man die Seele baumeln lassen kann.

schmitz-net.info
Olaf Schönborn, dessen Platte wir hier vorstellen und in höchsten Tönen loben hat gemeinsam mit der vorzüglichen Band schier Unmögliches geschafft: den Spagat zwischen Unterhaltung und Anspruch. Beim Wiederhören der Platte hatte ich mir notiert: „handwerklich betörend souverän, sehr geschmackvoll, sehr sensibel, sehr fein und elegant, ohne dabei kühl zu sein.“ ...Das ist eine Wärme, die das Unmögliche möglich macht und äußerste Diszziplin und ökonomie aufs Schönste vereint mit dem, was Jazz lebendig macht.
Der junge Daniel Stelter ist ein Gitarrist, dessen Sensibilität, dessen feines, geschmackvolles, technisch reifes Spiel von Freunden der Jazzgitarre mit Sicherheit sehr aufmerksam weiter verfolgt wird.

Audio 4/2008, Peter Steder, KLANGTIP!
Der Titel soll sagen: Musik wie diese würde Saxofonist Olaf Schönborn gern öfter im Radio hören: Jazz, den Fans goutieren und die übrigen Hörer nicht abschalten. Die zwölf Stücke (plus ein Remix sind raffiniert und doch eingüngig, melodiös, aber auch rhythmisch interessant. Latin Touch diverser Schattierungen dominiert. Die Kombination mit akustischer Gitarre, Bass und Percussion statt Drums ermöglicht stets Transparenz, der sehr auswogene Sound macht diese CD zum audiophilen Genuss.

Stereo, 05/2008
Nirgendwo zwischen Tradition und neuem Chic angesiedelt, herrscht Inflation im Reich der Söhne des hoch sensiblen Stan Getz und des genialischen Michael Brecker. Der Mannheimer Saxofonist Olaf Schönborn hat in solchem Kontext mit seiner Band Q4 eine der bemerkenswertesten Platten der letzten Monate aufgenommen.
"Radio Jazz", das ist eine knappe Stunde Kurzweil. Das zu hören macht Spaß, immer und immer wieder. Die Sounds tragen und entfalten sich, sind modern und transparent, haben eingängige Leichtigkeit und beiläufige Disziplin. Diese Musik scheint gänzlich unangestrengt gewachsen zu sein, ist perfekt für den Club, für lange Autobahnfahrten oder die Stunde am Abend, wenn der Tag abfällt. Eigentlich passt sie zu jeder Gelegenheit, ja, sie hat das Zeug zu einer potentiellen Lieblingsplatte. Voller kleiner Details, die sich zu einem luftigen Großen summieren für den Hörer, manchmal auch über die Grenzen des Jazzgefängnisses hinaus. Insofern ist das ein unaufdringliches Toleranzprogramm für Vorurteilslose, die auch einmal bereit sind, über die Genregrenze Pop in Richtung Jazz zu schielen. Das funktioniert, weil es nicht Moden bedienen will, sondern in Jahren stetiger professioneller Arbeit aller Beteiligten gewachsen ist. Hier verliert sich keiner im selbstdarstellerischen Muskelspiel des blendenden Solisten. Diese Musik riecht nicht nach Schweiß, Sie ist elegant, aber nicht banal.

Jazzzeit, (Österreich) April 2008
5 Punkte (von 5) = excellent
Radio ist ein Medium, dem man nicht genau zuhört. Jazz ist nur bedingt radiofähig. Schlussfolgerung: "Radio Jazz" ist entweder ein laxer Kompromiss oder ein Etikettenschwindel. Falsch! Der Diagnose von Olaf Schönborn widerspricht sein Konzeptalbum insofern, als seine Songs, wie jede gute Musik, Oberflächenwirkung und Tiefenstaffelung haben. Also, Leute, hört "Radio Jazz", da wird die Kunst der Untertreibung gepflegt.

Jazzpodium, April 2008
wir reden von Authentizität und von der Energie des ganz eigenen musikalischen Ausdrucks. Denn genau in diese Kategorie fällt das Debüt von Olaf Schönborns wunderbar besetztem Quartett Q4 mit Tilman Bruno (Percussion), Martin Simon (Bass) und Daniel Stelter (Gitarre). Der Sound dieser Platte ist ungemein süffig... Die Organisation der Instrumente ist ungemein luftig,